Gehalt: So viel verdienen Physiker*innen | Talto

Gehalt: So viel verdienen Physiker*innen

/ von Karoline Wöhri
veröffentlicht am 14. Mai 2020
Studium
Studium

Die Studiengänge Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden die sogenannten MINT-Studienfächer. Absolvent*innen dieser Studienrichtungen werden vermehrt gesucht und können mit entsprechend guten Einstiegsgehältern rechnen. Auch Physik gehört zu dieser begehrten Gruppe. Wie hoch dein Gehalt mit einem Physik-Studium konkret ist und mit welchen Zusatzqualifikationen du bei Arbeitgebern punkten kannst, das erfährst du hier.

Sehr gute Nachrichten gibt es für dich als Physiker*in vom AMS Karrierekompass: Laut dem Karrierekompass kannst du mit einem steigenden Arbeitsmarkttrend rechnen. Diesen Prognosen gibt auch die deutsche Physikalische Gesellschaft recht, die über steigende Beschäftigungszahlen seit 2016 berichtet. Der steigende Bedarf ist vor allem auf die vielseitigen Einsatzfelder zurückzuführen, in denen du als Physiker*in arbeiten kannst. Durch deine Ausbildung kannst du auf sehr gutes analytisches Denken und Problemlösekompetenzen zurückgreifen, die in vielen Branchen und Berufsgruppen gefragt sind. Das spiegelt sich auch in der Höhe der Einstiegsgehälter wider. 

Wie viel verdienen Physiker*innen?

Laut dem Absolventen-Tracking der Uni-Wien kannst du drei Jahre nach deinem Masterabschluss mit einem durchschnittlichen Brutto-Gehalt von 3.058 € rechnen. Dein Einstiegsgehalt variiert zusätzlich nach deiner Position und deinem Fachbereich:

  • Theoretische*r Physiker*in: 2.790–3170 €
  • Technische*Physiker*in: Dazu gibt es leider keine repräsentativen Daten aus Österreich, die alleinig nur diesen Studiengang behandeln
  • Geophysiker*in & Astrophysiker*in: 2.790–3170 €

Gehälter variieren zusätzlich je nach Branche, in der du tätig bist. Besonders hoch sind die Einkommen zum Beispiel in der Elektro- und Metallbranche sowie in der Banken- und Versicherungswirtschaft. Detaillierte Ergebnisse über die Bezahlung in einzelnen Berufsfeldern liefert der Gehaltsrechner des Bundeskanzleramts, der in seiner Berechnung auch Kriterien wie Ausbildungsgrad und Berufserfahrung berücksichtigt.

Suchst du als technischer Physiker oder technische Physikerin gerade nach geeigneten Stellen, musst du eines wissen: Nur 10 % aller Stellenanzeigen für Technik Absolvent*innen richten sich direkt an technische Physiker*innen. Was aber nicht heißt, dass du für diese Stellen nicht qualifiziert bist. Erweitere deine Jobsuche und bewirb dich auch für Stellen, die sich an Absolvent*innen der Studienrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik oder Mechatronik richten.

Zusatzqualifikationen als Gehalts-Booster

Die Flexibilität und Vielfalt an Tätigkeitsgebieten eröffnen Physiker*innen sehr gute Berufsaussichten – speziell mit entsprechenden Zusatzqualifikationen. Diese können dein Gehalt nochmals positiv beeinflussen. Unter den Zusatzqualifikationen gewinnen Programmiersprachen an massiver Bedeutung. Mit steigender Berufserfahrung und dementsprechender Personalverantwortung nehmen Managementaufgaben deutlich zu. Voraussetzung dafür sind oft kaufmännisches, juristisches sowie betriebswirtschaftliches Grundwissen. Mit Kenntnissen aus den Bereichen Betriebswirtschaft und Marketing sowie rhetorischem Geschick kannst du dich auch für Tätigkeiten im Produktmanagement qualifizieren. Du kannst diese Kenntnisse bereits vorweisen? Dann gib diese unbedingt in deinen Bewerbungsunterlagen an und führe am besten Beispiele an, bei denen du diese Kenntnisse angewandt hast.

Macht Physik beruflich glücklich?

Zweieinhalb Jahre bleiben Physiker*innen im Durchschnitt bei ihrem ersten Arbeitgeber. Das ist für den ersten Job ein sehr langer Zeitraum, vergleicht man diese Zahl mit Absolvent*innen anderer Studienrichtungen. Das spiegelt wohl die hohe Berufszufriedenheit von Physiker*innen wider. 87 % der Absolvent*innen geben an, dass sie Physik wieder studieren würden. Bei allen anderen Studienfächern, ist das nur bei 66 % der Absolvent*innen der Fall – in puncto Berufszufriedenheit hast du als Physiker*in somit klar die Nase vorn. In welchen Branchen du dein Berufsglück finden kannst, das berichten wir in diesem Blog-Artikel. 

 

 

 

 

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