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Uni vs. FH: Die 5 größten Unterschiede

Du stehst vor einer großen Entscheidung - Uni oder FH? Du bist mit deinem derzeitigen Studium nicht zufrieden und überlegst sogar die Hochschule zu wechseln? Das ist oft ein enormer Schritt! Wir informieren dich in diesem Beitrag über die 5 wesentlichen Unterschiede und wie du trotz Studium auch noch Praxiserfahrung sammeln kannst.

Nicht jede Studienrichtung ist gleichermaßen auf der Fachhochschule und an der Universität verfügbar. Des Weiteren unterscheidet sich ein Studium auf der FH von jenem an der Uni im Lehrinhalt und im Aufbau. Zudem muss man auch die Anmeldefristen beider Hochschulen beachten. 

1. Freier Zugang vs. Zugangsbeschränkung

Um überhaupt studieren zu können, gilt für alle dieselbe Voraussetzung: die erfolgreiche Absolvierung eines Abiturs bzw. einer Studienberechtigungsprüfung. Bei der Studienberechtigungsprüfung musst du je nach Studienfach fachspezifische Prüfungen ablegen. Danach sollte einer Inskription an einer Hochschule nichts mehr im Wege stehen. Von Jahr zu Jahr steigen die Inskriptionszahlen und somit gibt es für viele Studienfächer Zulassungsbeschränkungen. Es werden immer mehr Aufnahmeprüfungen eingeführt. Für die Uni betrifft das vor allem die Massenstudienfächer Psychologie und Medizin.

An der FH musst du immer ein Aufnahmeverfahren durchlaufen, um einen Fixplatz für dein Studienfach zu bekommen, den du aber bis zu deinem Abschluss nicht mehr verlierst. Auch wenn du einmal eine Prüfung nicht bestehst, hast du die Möglichkeit, diese parallel zum neuen Lernstoff zu wiederholen. Das mag stressig und anstrengend klingen, jedoch verlierst du dadurch im Gegensatz zum Studium an der Uni kein Semester.

2. Große Studiengruppe vs. kleine Studiengruppe

Da die FH dem Schulsystem ähnelt, hast du es auch nur mit einer kleinen Gruppe von Studenten zu tun, die dich während deiner gesamten Studienzeit begleiten. An der Uni hingegen ist es sehr viel anonymer. In den Vorlesungen sitzt eine Vielzahl an Studenten - du wirst mit Garantie bei jeder Vorlesung neue Gesichter sehen. Trotzdem wirst du im Laufe deines Studiums Freundschaften knüpfen und deinen eigenen kleine Freundeskreis aufbauen.

3. Studiengebühren und Studienwechsel

Bis auf den österreichischen Hochschülerschaftsbeitrag ist das Studieren an einer Universität mit keinen weiteren Kosten verbunden. An der Uni sind Studiengebühren zu zahlen, sobald die Mindeststudienzeit inkl. Toleranzsemester überschritten wird. Des Weiteren verlierst du dein Anrecht auf Studien- bzw. Familienbeihilfe, wenn du dein Studienfach öfter als zweimal wechselst. Ohne Bezug dieser Beihilfen hat jeder Student natürlich die Freiheit, so oft wie möglich das Studienfach zu wechseln oder es mit anderen Studienrichtungen zu kombinieren. An einer Fachhochschule zu studieren bedeutet nicht gleich, dass du Studiengebühren zahlen musst. Das hängt entweder von der Fachhochschule oder von einzelnen Studienrichtungen selbst ab. Allgemein gilt jedoch, wie an der Uni, dass der österreichische Hochschülerschaftsbeitrag pro Semester zu zahlen ist.

4. Theorie vs. Praxis

Ein Studium an der Uni ist mit Ausnahme einiger weniger Fächer, wie zum Beispiel Medizin, ausschließlich theoretisch und wissenschaftlich aufgebaut. Die Auseinandersetzung mit Forschungsfragen und theoretischen Ansätzen stehen dabei im Vordergrund, um sie in weiterer Folge auch zu hinterfragen. Diesen Ansatz schätzen viele Arbeitgeber, auch wenn es hinterher an Praxiserfahrung mangelt. Die FH ist im Gegensatz dazu sehr praxisorientiert. Das Ziel ist es, das theoretisch Erlernte in der Praxis durch Pflichtpraktika oder dualem Studium anzuwenden. Sehr oft kommen die Lehrenden auf der FH aus der Praxis und können dementsprechend gute Inputs liefern. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach Absolventen einer Fachhochschule am Arbeitsmarkt stetig steigt.

5. Freie Zeiteinteilung vs. fixer Stundenplan

Wie schon erwähnt, ähnelt das Studieren an der FH dem Schulsystem. Studenten haben einen fixen Stundenplan mit vorgegebenen Zeiten, an denen sie anwesend sein müssen. Das hat den Nachteil, dass du deine Freiheiten als Student nicht so sehr ausleben kannst wie ein Student an einer Universität. Der Vorteil ist, dass du dadurch ambitionierter bist und schneller zu deinem Studienabschluss kommst. Als Student an einer Uni kannst du das Studentenleben in vollen Zügen genießen. Freie Zeiteinteilung lautet das Zauberwort, welches für viele einerseits sehr verlockend ist, aber andererseits dazu führt, ewig Student zu bleiben und vielleicht sogar nie zu einem Abschluss zu kommen. An der Universität zu studieren, bedeutet aber auch die Chance selbstständig zu werden, indem du dein Leben selbst in die Hand nimmst und selbst für das Vorankommen im Studium verantwortlich bist.

Unsere Tipps

Wie du siehst, sind die Unterschiede zwischen den beiden Hochschulen nicht unwesentlich. Die Entscheidung liegt jedoch bei dir! Frag dich einfach, ob du fix vorgegebene Strukturen benötigst oder ob du konsequent genug bist, um selbst im Studium voranzukommen, indem du dein Studium selbst „planst“. Wenn du dich für die Uni entscheidest, empfehlen wir dir in der vorlesungsfreien Zeit oder neben deinem Studium mittels Praktika oder Nebenjobs Praxiserfahrungen zu machen. 

Unabhängig, ob du dich für ein Studium auf der Uni oder auf einer FH entscheidest, mit unserer Karriereplattform Talto für Studenten & junge Talente hast du stets die besten Möglichkeiten dir während deines Studiums etwas dazuverdienen. Egal, ob Nebenjob oder Praktika - wir haben für jeden jungen Studenten den passenden Studentenjob. Wir bieten dir auch nach Absolvierung deines Studiums die passenden Einstiegsjobs. Auch verfügbar in der Talto App und in der Studo App im Reiter Jobs.

"Be a talent of tomorrow"

Liebe Grüße

Dein Talto-Team

(by Verena Fath)