Teste deine Persönlichkeit, bevor Recruiter es tun | Talto

Teste deine Persönlichkeit, bevor Recruiter es tun

Von Patrick Schlauer · Veröffentlicht am 29. November 2019

Ausbildung und Berufserfahrung sind längst nicht mehr die einzigen Punkte, die für Recruiter in einem Bewerbungsverfahren entscheidend sind. Vielmehr suchen Unternehmen nach außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die die nötigen Soft Skills mitbringen und zur hausinternen Philosophie passen. Um diese Persönlichkeiten zu finden, verknüpfen sie ihr Bewerbungsverfahren häufig mit ausgeklügelten Persönlichkeitstests. Damit du für deine nächste Bewerbung gerüstet bist, geben wir dir einen Überblick über drei der bekanntesten Persönlichkeitstests. Außerdem erfährst du, auf welche persönlichen Fragen du bei einem Bewerbungsgespräch unbedingt vorbereitet sein solltest.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Eine Frage, die du so oder so ähnlich bestimmt schon einmal im Laufe eines Bewerbungsverfahrens gehört hast. Unternehmen interessieren sich heute neben Ausbildungen und Berufserfahrung nämlich vor allem für die Persönlichkeit der Bewerberinnen und Bewerber. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Unternehmen – egal, ob EPU oder Großkonzern – investieren Zeit und Geld in die Entwicklung der Unternehmensidentität, der sogenannten Corporate Identity. Dementsprechend wichtig ist es für die Unternehmen, dass es zwischen Unternehmensphilosophie und der Persönlichkeit der Angestellten heißt: It’s a Match! Um die Persönlichkeit von Bewerberinnen und Bewerbern zu testen, greifen Unternehmen häufig auf Persönlichkeitstests zurück. Wir empfehlen dir, dich schon im Vorfeld eines Bewerbungsverfahrens über Persönlichkeitstests zu informieren, damit du von einem möglichen Test nicht überrascht wirst und dich ganz auf das Antworten konzentrieren kannst. Folgende drei Tests – oder Varianten davon – gehören zum Standardrepertoire von Recruitern.

Auf Bewerbungs-Safari – Die Big Five

Die Big Five (oder auch Fünf-Faktoren-Modell genannt) haben ihren Ursprung in den 1930er Jahren und sind knapp 90 Jahre später beliebter Teil von Persönlichkeitstests im Rahmen von Bewerbungsverfahren. Mit Big Five sind nicht etwa Tiere der afrikanischen Savanne gemeint, sondern fünf Persönlichkeitsfaktoren, anhand derer sich die Persönlichkeit eines Menschen beschreiben lassen soll. Die fünf Faktoren sind: Offenheit, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit und Neurotizismus. Bei einem Big-Five-Test werden verschiedene Aussagen bewertet („sehr zutreffend“ bis „überhaupt nicht zutreffend“), die diesen Faktoren zugeordnet sind. Persönlichkeitstests, die auf Big Five basieren, werden beispielsweise angewandt, um herauszufinden, ob jemand mit seiner Persönlichkeit in ein Team passt oder als Einzelkämpferin beziehungsweise Einzelkämpfer eher ungeeignet ist.

Welche Farbe bist du? – Das 4-Farben-Modell

Rot oder Grün, das ist hier die Frage! Der Deutsche Sachbuchautor Frank M. Scheelen teilt die menschliche Persönlichkeit in die vier Farbtypen Rot, Blau, Gelb und Grün ein. Unternehmen können dieses Modell nutzen und ihren Bewerberinnen und Bewerbern Fragen stellen, um ihnen dann eine der vier Farben zuzuordnen. Rote Kandidatinnen oder Kandidaten sind impulsiv, ungeduldig und wollen schnell Ergebnisse erzielen. Managerinnen und Manager oder Führungskräfte gehören deshalb meist zu den roten Farbtypen. Demgegenüber stehen blaue Typen, die ihre Entscheidungen sorgfältig überdenken, faktenorientiert und gewissenhaft sind. Gelbe Kandidatinnen und Kandidaten sind optimistisch, aufgeschlossen, kontaktfreudig und können sich und andere begeistern. Grüne Typen legen Wert auf Harmonie innerhalb des Unternehmens, sind zuverlässig und organisiert und gehen Risiken oder Konflikten eher aus dem Weg. Natürlich handelt es sich hier um idealisierte Typen. In Wirklichkeit sind die meisten Menschen Mischtypen aus zwei oder sogar drei Farben. Unternehmen nutzen dieses Modell jedoch gern, um Bewerberinnen und Bewerber schnell einschätzen zu können.

Kenne deinen Verhaltensstil – Der DISG-Test

Ein Verwandter des 4-Farben-Modells ist der DISG-Test (DISG steht für dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft). Dieser Test basiert auf einem Modell des Psychologen William Moulton Marston (der gemeinsam mit seiner Frau übrigens auch Wonder Woman erfunden hat). Der DISG-Test hilft Unternehmen, das Verhalten von Bewerberinnen und Bewerbern einzuschätzen und sie verschiedenen Verhaltensstilen zuzuordnen. Während des Tests werden Personen in eine bestimmte Situation versetzt und müssen Aussagen mit Punkten bewerten (4 Punkte für die Aussagen, die am ehesten zutreffen und 1 Punkt für die Aussagen, die am wenigsten zutreffen). Die addierten Punkte geben dann Aufschluss darüber, ob die Kandidatinnen und Kandidaten eher dominant, initiativ, stetig oder gewissenhaft sind. In der Praxis kristallisieren sich auch hier häufig Mischtypen heraus. 

Wenn du diese Persönlichkeitstests kennst, bist du garantiert gut auf dein nächstes Bewerbungsverfahren vorbereitet. Unternehmen testen die Persönlichkeit ihrer Bewerberinnen und Bewerber allerdings nicht nur schriftlich oder mit einem Online-Test, sondern auch im Bewerbungsgespräch. Manuel verrät dir im folgenden Video, welche zehn Persönlichkeitsfragen du unbedingt beantworten können solltest.

 

 

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