Was dein Studium wirklich über dich verrät | Talto

Was dein Studium wirklich über dich verrät

/ von Claudia Schröder
veröffentlicht am 13. Juli 2020
Studium
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Das Internet ist nur so überhäuft mit Persönlichkeitstests mit Themen wie „Das sagt dein Studium über dich“ oder „Verrate uns dein Lieblingsessen und wir sagen dir was du studieren sollst“ – und wer hat damit nicht schon mal einen langen Tag an der Uni schneller vergehen lassen? Wen das Zufallsprinzip nicht überzeugt, der kann sich auch an den offiziellen Studierendenbefragungen orientieren. Wie verbringen die verschiedenen Studierenden ihre Freizeit? Wer wohnt noch bei Mama und Papa?

Im Laufe eines Studiums entwickelt sich das eine oder andere Bild vom eigenen Studium und auch von anderen Studienrichtungen. Gibt es typische Jus-Studierende? Leben alle Kunststudierenden gleich? Oder sind das alles nur Klischees? Studierendenbefragungen wie die des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung zeigen inwiefern es zwischen den Studienrichtungen merkliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt. Zuletzt haben im Sommersemester 2016 ganze 70.000 Studierende daran teilgenommen.

💶 Wer am meisten jobbt

Flyer auf Messen verteilen, kellnern oder als Samstagsaushilfe im Verkauf arbeiten: Jeder von uns kennt die typischen Studentenjobs, die wohl fast jeder in der Studienzeit einmal gemacht hat oder immer noch macht. Arbeiten doch mehr als zwei Drittel der Studierenden neben dem Studium. Die Sportstudent*innen sind dabei besonders fleißig – nur 14,9 % haben keinen Nebenjob, gefolgt von den Kunststudent*innen mit 24,7 %. Medizinstudierende und Studierende der Fächer Mathematik und Naturwissenschaften arbeiten am wenigsten neben dem Studium.

 

 

 

 

Als Grund dafür wird nicht nur das Einkommen der Eltern und der Zeitaufwand des Studiums genannt, sondern auch die Jobaussichten nach dem Studium. Humanmediziner*innen und auch Absolvent*innen der MINT Fächer haben sehr gute Berufsperspektiven. Möglicherweise ist deshalb die Dringlichkeit für sie nicht so groß, schon während des Studiums Berufserfahrung zu sammeln. Denn ein Nebenjob zahlt nicht nur in dein Bankkonto ein, sondern natürlich auch in deine Berufserfahrung. 

🏄‍♂️ Ein bisschen Spaß muss sein 

Wer seine ganze Freizeit nicht schon mit Nebenjobs verbringt braucht andere Hobbies, um sich die Zeit zu vertreiben. Studierende sind soziale Wesen und verbringen gerne Zeit mit Freunden und Bekannten. Etwas weniger gesellig als der Durchschnitt sind dabei laut eigenen Angaben die Studierenden der Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften. Sie sind den anderen dafür beim Zocken weit voraus, denn 24,46 % bei Ingenieurwissenschaften und 21,27 % bei Mathematik und Naturwissenschaften verbringen ihre Freizeit gerne vor Computer oder Konsole. Die größten Leseratten finden sich eindeutig in den Geisteswissenschaften, dort verbringen glatte 43 % der befragten Studierenden ihre Freizeit gerne mit einem oder mehreren guten Büchern. Damit sind sie allen anderen weit voraus, auf Platz zwei folgen ihnen die Studierenden der Kunstwissenschaften mit 28,6 %. Und wer betreibt am meisten Sport? Richtig geraten, die Sportstudierenden. Für 77,12 % von ihnen ist es die liebste Freizeitbeschäftigung. Am wenigsten sportbegeistert sind übrigens die Studierenden der Kunst bzw. Kunstwissenschaften mit 20,43 %. 

🏠 Hotel Mama vs. Eigenheim 

Von zuhause auszuziehen heißt Freiheit ohne Ende und Ausschlafen so lange man will, ohne von Staubsaugergeräuschen frühmorgens aufgeweckt zu werden. Aber leider bedeutet es auch Miete zahlen und allein den ganzen Haushalt zu schmeißen. Diese Vor- und Nachteile müssen gut abgewogen werden, insofern die Möglichkeit bei den Eltern zu bleiben überhaupt besteht. Mit 30 % wohnen die Studierenden am häufigsten in Wohngemeinschaften. In einer eigenen Wohnung leben 17 %. Etwa 20 % entscheiden sich laut eigenen Angaben dazu im Elternhaus zu bleiben. Am stärksten findet sich dieser Trend bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften, dort wohnen 26,3 % der Studierenden während dem Studium bei den Eltern. Am seltensten, mit nur 9,8 %, wohnen Studierende der Medizin bzw. Gesundheitswissenschaften im Elternhaus. 

🥰 Love is in the air 

Die Studienzeit muss man genießen und sich dabei ordentlich ausleben. Bloß keine Bindung, die Welt steht einem offen. So sehen das anscheinend weniger als die Hälfte der befragten Studierenden, denn nur etwa 46 % von ihnen sind Single. Die höchste Singlequote mit 50,4 % gibt es übrigens bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften. Ein Grund dafür könnte vielleicht der hohe Anteil an männlichen Studierenden sein, denn knapp ein Drittel aller männlichen Studierenden sind in dieser Fächergruppe zu finden. Wer nach einem neuen Pärchen für ein Doppeldate sucht, sollte sich am besten in den Studienrichtungen Sport oder Humanmedizin bzw. Gesundheitswissenschaften umsehen dort liegt die Zahl der Studierenden in festen Beziehungen bei 53,8 % bzw. 52,9 %. Studierende der Medizin oder Gesundheitswissenschaften liegen übrigens auch bei der Anzahl der verheirateten Studierenden ganz weit vorne, 9,1 % von ihnen haben sich schon vor den Traualtar begeben. Natürlich sind die Gründe für manch dieser Tendenzen komplexer als es auf den ersten Anblick erscheint, aber trotzdem lässt sich aus den Angaben der Studierenden einiges Interessantes herauslesen. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere in den Ergebnissen der Studie wieder.

Aber auch wenn man den Klischees des Studiums nicht entspricht, eins haben die meisten Studierenden gemeinsam: früher oder später steht die Jobsuche an. Wenn das bei dir also gerade der Fall sein sollte, dann sieh dir am besten gleich unsere Jobplattform an! 

 

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