Maschinenbau-Ingenieur*innen: Mit diesem Gehalt kannst du rechnen | Talto

Maschinenbau-Ingenieur*innen: Mit diesem Gehalt kannst du rechnen

/ von Karoline Wöhri
veröffentlicht am 14. Juli 2020
Studium
Studium

Mit einem Maschinenbau-Studium in der Tasche kannst du dich über sehr gute Einstiegsgehälter freuen. Entwicklungen in der Branche verändern zunehmen das Aufgabenfeld. Ist es dir möglich, die dafür passenden Skills vorzuweisen, kannst du dein Gehalt nochmals verbessern. Welche Skills das sind und mit welchem Gehalt du rechnen kannst, das haben wir für dich herausgefunden.

Als Maschinenbau-Absolvent*in verdienst du ganz gut – und zwar bereits beim Berufseinstieg und auch ohne Promotion. Das lässt sich schon mal ganz pauschal sagen. Grund dafür sind die großen Nachfrage, vielseitige Einsatzgebiete und die geringe Anzahl der Absolvent*innen. Dem sind sich auch die Studierenden bewusst. 78 % geben nach eigenen Einschätzungen an, sehr gute Berufschancen zu erwarten. Die hohe Nachfrage spiegelt sich auch in der Höhe des Gehalts wider.

Wie viel verdient man mit einem Maschinenbau-Studium?

Dein Gehalt variiert je nach Branche und Ausbildungsgrad. Laut Statistik Austria kannst du mit diesen durchschnittlichen Brutto-Durchschnittsgehältern drei Jahre nach Studienabschluss rechnen:

  • Bachelor: 3.150 €
  • Master: 3.447 €
  • PHD: 4.232 €

Wenn du dich für das genaue Gehalt eines bestimmten Tätigkeitsfeldes oder einer Branche interessierst, kannst du den ungefähren Durchschnittsverdienst selbst mit dem Gehaltsrechner des Bundeskanzleramts berechnen. 

Mit interdisziplinäre Kenntnissen kannst du punkten

Technische Fortschritte, immer komplexere Maschinen und Trends wie die Industrie 4.0 – durch diese Entwicklungen wird das Berufsbild von Maschinenbau-Ingenieur*innen zunehmend interdisziplinärer. Querschnittswissen über die früher getrennt betrachteten Bereiche Mechanik, Elektronik und Informatik gewinnt an Bedeutung. Verstärkt gefragt sind Ingenieure*innen mit Zusatzqualifikationen aus angrenzenden Fachgebieten – insbesondere Maschinenbau- und Elektro-Ingenieur*innen mit IT-Zusatzqualifikationen. Das bestätigt auch Professor Thomas Rollmann, Studiengangsleiter für Wirtschaftsingenieurwesen an der Frankfurt University of Applied Sciences: „Zwar haben auch bisher Maschinenbau-Ingenieur*innen schon die Grundlagenthemen der Informatik gelernt. Doch statt sich mit dem grundlegenden Aufbau eines Rechners zu befassen, geht es heute eher um IT-Sicherheit oder Datenmanagement in der Cloud.“ 

Genau dort herrscht jedoch noch großer Aufholbedarf, wie eine Studie des VDI zeigt. So gaben 40 % der befragten Ingenieursstudierenden an, dass digitale Fachinhalte im Wesentlichen eher nicht Teil ihres Studiums waren. Mit Kenntnissen in speziellen Programmen für Numerik, Simulation und Visualisierung bis hin zu Programmiersprachen kannst du somit sehr viele Pluspunkte sammeln. Denn in interdisziplinären Teams fehlt ITlern das Prozesswissen, Ingenieuren der IT-Background. Mit Querschnittskenntnissen dieser Art ermöglichst du dir ein umfassendes Systemdenken.  

Entwicklungen wie die Industrie 4.0 treiben diesen Trend nochmal an und fordern von Arbeitnehmer*innen neue Kompetenzen. Welche Kompetenzen in Zukunft vermehrt gebraucht werden, das hat die österreichische Plattform Industrie 4.0 ermittelt: 

  • Querkompetenzen: Datensicherheit bzw. Datenschutz, Umgang mit Big Data, Interdisziplinarität/Kooperation, Innovationsfähigkeit, wirtschaftliches und kaufmännisches Know-how
  • Überfachliche Kompetenzen: Selbstkompetenz (wie z.B. Lernbereitschaft, Selbstorganisation, Verantwortung, etc.)
  • Sprachkompetenzen: Laut dem Forschungsnetzwerk des AMS sind das neben Englisch auch Sprachen wie Chinesisch oder Russisch
  • Prozessverständnis des Gesamtunternehmens und der Geschäftsprozesse
  • Problemlösungskompetenz und Kreativität 

Laut VDMA werden bis 2025 außerdem Kenntnisse in den Bereichen Wearables, additive Verfahren, Cyber-physikalische Systeme und Robotik enorm an Bedeutung gewinnen. 

In welchen Bereichen und Unternehmen du diese Kenntnisse anwenden kannst, was du bei Stellenanzeigen beachten solltest und wie dein Berufseinstieg aussehen kann – das erfährst du in diesem Blog-Artikel

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