Biologie-Studium: So viel kannst du damit verdienen | Talto

Biologie-Studium: So viel kannst du damit verdienen

/ von Karoline Wöhri
veröffentlicht am 17. April 2020
Studium
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Life Science als boomende Branche, viele neue Arbeitsfelder und interdisziplinäre Themenbereiche – viele davon mit biowissenschaftlichem Kerngebiet. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf den Jobmarkt für Biolog*innen aus? Wie schnell finden Biolog*innen einen Job und wie viel verdient man als Biolog*in überhaupt? Die Antworten dazu haben wir für dich zusammengefasst.

Wie viel verdienen Biolog*innen?

Das Biologie-Studium ist facettenreich und bietet unzählige Spezialisierungen. Genauso breit gefächert sind auch die Einkommensspannen bei Biolog*innen, die sich je nach Branche und Tätigkeit ändern. Nach dem Absolvent*innen-Tracking der Uni Wien kannst du nach 36 Monaten Berufserfahrung mit diesen Brutto-Durchschnittsgehältern rechnen:

  • Bachelor-Abschluss: 2.531 €
  • Master-Abschluss: 2.781 €

Laut dem AMS Gehaltskompass variieren die Gehälter bei Berufseinstieg zusätzlich nach deiner Spezialisierung:

  • Molekularbiolog*in: Einstiegsgehalt: 2.520–2.960 €
  • Argrarbiolog*in: Einstiegsgehalt: 2.540–2.960 €
  • Zoolog*in: Einstiegsgehalt: 2.120–2.960 €
  • Genetiker*in: Einstiegsgehalt: 2.520–2.960 €
  • Botaniker*in: Einstiegsgehalt: 2.120–2.960 €
  • Biotechnolog*in: Einstiegsgehalt: 2.420–2.960 €

Diese Gehaltsangaben sind natürlich Durchschnittswerte. Wenn du dich für das genaue Gehalt eines bestimmten Tätigkeitsfeldes oder einer Branche interessierst, kannst du den ungefähren Durchschnittsverdienst selbst mit dem Gehaltsrechner des Bundeskanzleramts berechnen.

Im Vergleich zu anderen naturwissenschaftlichen Fächern ist der Berufseinstieg als Biolog*in etwas schwerer – und das fast österreichweit. Das zeigt sich im hohen Andrang auf Biologie-Jobs (Zahl der Arbeitslosen je offene Stelle), der laut WKO-Fachkräfteradar in der Steiermark mit 71 und in Salzburg mit 51 am höchsten ist.

Die meisten Bachelor-Absolvent*innen sind nach 3 Jahren Berufstätigkeit im Großhandel sowie im Bereich Erziehung und Unterricht tätig. Master-Absolvent*innen arbeiten neben Erziehung und Unterricht auch in der industriellen  Forschung und Entwicklung.

Berufschancen je nach Abschluss: Bachelor / Master oder doch PHD?

Mit einem Master-Abschluss erhältst du in der Regeln einen größeren Verantwortungsbereich und erhöhst die Chance, gleich als Junior-Projektleiter*in einzusteigen. Mit einem Bachelor-Abschluss arbeitest du eher in der wissenschaftlichen Assistenz. Ein Master-Abschluss ist im Bereich der Biologie durchaus üblich, das zeigt sich auch in der sehr hohen Übertrittsquote von 83 %.

22 % der Studierenden entscheiden sich nach ihrem Master-Abschluss für einen PHD. Willst du später in der Forschung Fuß fassen, dann ist dort ein Dr.-Titel gang und gäbe. Jedoch muss bedacht werden, dass nicht jeder oder jede promovierte Biolog*in am Ende eine Stelle als Professor*in erhält. Die erlangte Promotion ist zwar in der Wirtschaft nicht automatisch erforderlich, aber oft durchaus hilfreich. Speziell dann, wenn du Führungs- und Personalverantwortung übernehmen möchtest. Der Effekt einer Promotion ist speziell in größeren Unternehmen nicht zu unterschätzen: Denn dort arbeiten im Management oftmals promovierte Kolleg*innen und dieser Ausbildungsgrad ist noch immer mit einem gewissen Ansehen und besseren Standing verknüpft.

Die große Herausforderung vor der Biolog*innen nach Studienabschluss stehen, ist, dass es für sie nicht „die eine” eng umgrenzte Branche gibt. Für sie gibt es vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Nutze deinen Vorteil und erweitere deine naturwissenschaftliche Ausbildung flexibel mit Zusatzqualifikationen. So erschließen sich für dich weitere Arbeitsbereiche. Welche Zusatzqualifikationen besonders gefragt sind, das erfährst du hier.

 

 

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