Man muss die Balance zwischen Patient*innenenkontakt, psychischer Abgrenzung und ständiger Weiterbildung halten können. | Talto

Man muss die Balance zwischen Patient*innenenkontakt, psychischer Abgrenzung und ständiger Weiterbildung halten können.

/ von Karoline Wöhri
veröffentlicht am 16. Oktober 2020
Story
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Über die Wichtigkeit des ersten Eindrucks und wie man diesen mit Mimik, Gestik und Stimmlage für sich nutzt.

Hallo, ich bin Lisa und erzähl dir kurz, wie mein Berufsweg nach dem Studium aussah und welche Erfahrungen ich dir weitergeben kann:

Das musst du über mich wissen

  • Studium: Bachelor

    Physiotherapie

  • Hochschule:

    FH Gesundheitsberufe Oberösterreich

  • Abschlussjahr:

    2019

  • Mein erster Job war:

    Physiotherapeutin in Bad Gastein

  • Das steht jetzt auf meiner Visitenkarte:

    Physiotherapeutin (BSc.)

Berufsalltag: Ein kurzer Einblick für dich

Wie sieht eine typische Arbeitswoche bei dir aus?
Diese besteht aus: Einzelpatient*innen, verschiedenste Gruppen halten, Kraftausdauertraining betreuen, Gangschulung auf dem Laufband, Dokumentationen, Ärztebesprechungen etc.

Welche Herausforderungen bringt dein Job mit sich?
Die Balance zwischen Patient*innenkontakt, psychischer Abgrenzung und ständiger Weiterbildung zu halten.

Was ist der Hauptgrund, warum du deinen Job magst?
Definitiv die Herausforderung, Anatomie- und Krankheitsbilder zu verstehen und ständig neue Charaktere kennenzulernen.

Wo siehst du dich zukünftig?
Als Physiotherapeutin spezialisiert für orthopädische und traumatologische Medizin (geprüfte IAOM Therapeutin) und mit einem Sportphysiomaster-Abschluss als Zusatz.

Die Balance zwischen Patientenkontakt, psychischer Abgrenzung und ständiger Weiterbildung zu halten.

Kenntnisse, die du dafür brauchst

Wie viel müssen Absolvent*innen bei ihrem Berufseinstieg bereits können? 

Die Ausbildung bietet eine Basis für die Physiotherapie. Jedoch fehlt meiner Meinung nach ein Zweig, der sich mit dem Umgang mit Menschen befasst bzw. mit der richtigen Kommunikationsweise mit schwierigen Patient*innen.

Meine Tipps dafür:
◼️Am wichtigsten: DER ERSTE EINDRUCK, welcher in den ersten Sekunden schon vor der Begrüßung entsteht. Ich beobachte die Mimik und das Verhalten meiner Patient*innen bevor ich den Namen aufrufe. Auch umgekehrt ist der erste Eindruck des/der Therapeut*in für Patient*innen entscheidend. Die Wirkung von Mimik, Gestik und Stimmlage darf man dabei nicht unterschätzen!

◼️Beim Erstgespräch hilft aktives Zuhören und Blickkontakt. Hier erfährt man schon sehr viel über die Person selbst, wie sie so tickt und was ihre Probleme sind. Abhängig davon wähle ich die Kommunikationsart – Empathie ist hier gefragt. Kommunikation passiert von selbst, ist aber von Person zu Person unterschiedlich. 

◼️Ich passe die Redensart in der Therapie abhängig vom Typ meiner Patient*innen an (mit älteren, gebrechlichen Damen rede ich anders als mit jungen motivierten Sportlern). Dann "schwimmst" du automatisch auf derselben Wellenlänge 😉 Sympathisch aber trotzdem authentisch bleiben, ist meine Devise.

Über welche Kenntnisse / Fächer aus dem Studium bist du heute besonders froh?
Praxisstunden, Schmerzvorlesung.
Es überrascht mich immer wieder, dass ich Kenntnisse im Mentaltraining so oft brauche. 


Mein Tipp an dich:

Mehr relevante Physiotherapie Techniken (Hands On) wiederholen.

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