Working @ Dynatrace: Interview mit einem Studienabsolventen und Berufseinsteiger | Talto

Working @ Dynatrace: Interview mit einem Studienabsolventen und Berufseinsteiger

veröffentlicht am 8. April 2020
Arbeitsleben & Trends
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Lukas Loibnegger studierte von Oktober 2013 bis September 2019 an der TU Graz im Studium „Softwareentwicklung und Wirtschaft“. Schon während seines Studienabschlusses startete Lukas in einer Vollzeitstelle bei Dynatrace und ist seit November 2019 als Java Software Engineer am Standort in Graz/Raaba tätig. Im Interview erzählt er uns mehr zum Bewerbungsprozess, zum Onboarding und seinen täglichen Aufgaben.

 

Danke Lukas, dass du dir die Zeit für unser Gespräch nimmst. Sollen wir gleich anfangen, bist du bereit? 

Lukas: Ja, sehr gerne.

 

Meine erste Frage an dich: Wie empfandest du den Bewerbungsprozess bei Dynatrace?

Lukas: Ich habe mich initiativ beworben und es ging alles sehr schnell. Hab gehört, dass es teilweise bei anderen Firmen sehr lange gedauert hat und daher war ich bei der Bewerbung sehr zufrieden. Im Gespräch hat mir Chris, der Standortleiter, einen Überblick gegeben und erzählt, was aktuell passiert und zukünftig geplant ist. Vom Einstiegstermin wollte ich nach Studienabschluss relativ rasch anfangen und das ging dann auch, also die Jobzusage war schnell da.

 

Sind deine Erwartungen an Dynatrace auch erfüllt worden?

Lukas: Meine Grunderwartung, die Arbeit an einem spannenden Produkt, hat sich sehr schnell erfüllt, auch die Kultur, die ja im Bewerbungsprozess von Anfang an sehr gut vermittelt wurde, hat sich genau, wie beschrieben, bewahrheitet. Gerade in Linz, beim Onboarding, hat sich der Eindruck sehr verstärkt. Es ist schon ziemlich krass, wie schnell du mitbekommst, wie das alles funktioniert, also die Offene-Tür-Politik, die Mentalität und jeder hilft jedem. Natürlich gehts auch in anderen Firmen so zu, aber hier ist´s noch um ein Eck mehr.

 

Also sind somit deine Erwartungen erfüllt worden?

Lukas: Definitiv, ja.

 

Du hast auch bereits mit einer Frage angefangen, die ich dir gerne als nächstes stellen möchte: Wie war für dich die Einschulung?

Lukas: Das Programm über zweieinhalb Wochen ist zwar straff aber das ist es auf jeden Fall wert. Du bekommst viele Informationen und es ist sehr interessant. Und wie bereits gesagt, die Kultur bekommt man extrem gut vermittelt, was, neben der Übersicht über das Unternehmen, das Hauptziel der Einschulung ist. Du lernst sehr schnell, wie hier gearbeitet wird. Man ist ein paar Wochen in Linz draußen und kommt dann zurück nach Graz. In Graz gibt´s dann einen Mentor/Buddy, der dir unterstützend zur Seite steht, sowohl technisch als auch sozial. Es ist alles richtig gut organisiert.

 

Was sollte man können, wenn man bei Dynatrace beginnen möchte? Also auf was sollte man als Studienabsolvent*in vorbereitet sein, wenn man hier arbeiten möchte?

Lukas: Du solltest auf jeden Fall selbstständig lernen können und mit der Erwartungshaltung reingehen, dass du dir Wissen selbst aneignest – ob selbst oder dadurch, dass du jemanden fragst –  und das auch gerne tust. Es gibt genug Möglichkeiten zur Weiterbildung. Auf der TU bekommst du ja eine gute Ausbildung und da bringst du einiges mit. Was allerdings fast noch wichtiger ist, das ist deine Einstellung. Es wird jetzt keiner sagen „warum kannst du das noch nicht?“, sondern es heißt eher „passt, schauen wir, dass du das lernst“.

 

Welche Software bzw. Programmiersprachen werden bei Dynatrace verwendet?

Lukas: Java ist ein großer Fokus bei uns und es wird auch hauptsächlich am Backend entwickelt. Aber mit neuen Aufgabengebieten am Standort wird es immer wichtiger, auch im Frontend zu arbeiten. Natürlich haben die meisten Mitarbeiter ihr Spezialgebiet in einem der zwei Bereiche in welchem sie dann auch hauptsächlich arbeiten. Aber es ist sich niemand zu schade, auch mal in den anderen Bereich einzutauchen.

 

Und mit welchen Programmen arbeitest du aktuell?

Lukas: IntelliJ IDEA verwende ich aktuell,  aber man kann auch Eclipse verwenden, wenn man möchte. Prinzipiell kann man verwenden was man will, wir sind hier sehr offen. Gewisse Tools braucht man einfach in jeder Firma, wie z.B. Outlook und Slack für die Kommunikation. Wir haben auch kleine Go und Python Projekte, die sind allerdings nicht kundenseitig, sondern intern zur Automatisierung im Einsatz.

 

Also zum Automatisieren von Projekten?

Lukas: Genau. Beispielsweise denk ich hier an „Drink your own champagne“, sprich, wir verwenden unser eigenes Produkt, um unsere Software zu überwachen und dafür haben wir zum Beispiel Skripte in Go geschrieben, wodurch das ganze automatisiert aufgesetzt wird.

 

Gibt´s auch andere Mantren bei der Entwicklung an die ihr euch haltet?

Lukas: Ja, KISS. “Keep it simple and short”. Also, wenn es funktioniert, dann kann es auch eine simple Lösung sein, denn man sollte nicht auf Vorrat programmieren. Bei uns gibt´s auch eine „Do Not Blame Culture”, also wenn ein Problem auftritt, dann schaut man sich das an und löst es. Man verschwendet keine Zeit mit der Suche nach Schuldigen.

 

Welches Wissen, das du dir auf der Uni angeeignet hast, kannst du nun in der Arbeit anwenden?

Lukas: Von den praktischen Themen, also den Projekten, sehr viel. Ich war beispielsweise beim Catrobat Projekt an der Uni beteiligt, solche Sachen sind natürlich Gold wert, also wenn du irgendwann bei einem Team mitgearbeitet hast. Auch der Kurs „Betriebssysteme“ war eine wichtige Erfahrung. Von den theoretischen Vorlesungen hab ich viele Grundlagen mitgenommen – die ich in der Praxis nicht immer anwenden kann – aber, falls notwendig, wieder aufrufen kann. Das ist wichtig.

 

Wie sieht der Arbeitsalltag bei dir aus?

Lukas: Ich komm in die Arbeit und fahre den PC hoch, dann lese ich meine E-Mails und Slack Nachrichten. Dann hole ich mir einen Kaffee und ein Frühstück. Wenn schon jemand da ist, dann tratscht man ein bisschen. Am Vormittag arbeite ich dann zügig durch, denn später sind Meetings oder andere Unterbrechungen möglich. Um 09:30 Uhr haben wir unser Stand-up, in welchem wir uns über den Tag und unsere Arbeit austauschen. Eine Tischtennis-Partie geht sich meist auch gut aus, so als Pause zwischendurch. Um 11:30 Uhr gehen wir meist Mittagessen. Am Nachmittag haben wir einige Absprachen, weil wir sehr vernetzt mit den anderen Standorten, wie beispielsweise Detroit, zusammenarbeiten und uns austauschen. Sagen wir so, die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.

 

Arbeitest du somit lange am selben Thema? Oder ändert sich das je nach Sprint?

Lukas: Nein, also bei den Sprint Plannings kann man sich aussuchen, was man macht. Meist ist das natürlich klar, weil es hat jeder von uns in anderen Gebieten mehr Wissen. Aber prinzipiell, wenn du was machen willst, dann sagst du das und dann darfst du das auch machen. Wenn du zum Beispiel sagst, dass du an einem Tag mehr Lust auf Frontend hast, dann machst du mehr Frontend und wenn du Lust auf Backend hast, dann machst du Backend.

 

Was für Möglichkeiten hat man, um sich weiterzuentwickeln? 

Lukas: Die wichtigste Wissensquelle sind deine Mitarbeiter*innen. Wenn man ein Problem lösen will und selbst nicht mehr weiterkommt gibt es immer jemanden der dir weiterhelfen kann. Wir haben aber auch Onlinekurse über Udemy und Pluralsight, sowie eine Bibliothek für all jene, die Bücher gerne ausgedruckt vor sich liegen haben. Wenn du ein Buch haben willst, dann wird das auch bestellt und allen zur Verfügung gestellt. Es gibt auch die Möglichkeit auf Konferenzen zu fahren. Hier bespricht man sich im Team, ob die Teilnahme Sinn macht und dann kann man dabei sein. Wir schauen, dass wir hier sehr fair vorgehen und jeder, der möchte, die Chance erhält, auf eine Konferenz zu fahren. Bei einer kommenden Konferenz, die DevOne, können wir alle dabei sein, weil diese von Dynatrace veranstaltet wird. Auch haben wir vierteljährlich Feedbackgespräche, sogenannte „1on1“s, wo wir unsere Karriereplanung besprechen, insbesondere wo wir hinwollen und wo wir uns in der Zukunft sehen. Und dann plant man short-term und long-term in welche Richtung man sich entwickeln will, sei es Leadership oder die Rolle des Architekten oder Senior Entwickler.

 

Was macht die Arbeit bei Dynatrace besonders?

Lukas: Unsere Kultur, das Miteinander!

 

Würdest du dich ein weiteres Mal für Dynatrace entscheiden?

Lukas: Ich war zuerst tatsächlich skeptisch, wegen der Lage, weil Dynatrace nicht direkt in Graz liegt. Bin jetzt allerdings richtig zufrieden. Es war eine top Entscheidung, also ich komm jeden Tag sehr gerne in die Arbeit. Ich freu mich sogar am Sonntag darauf, dass ich am Montag wieder reinkommen kann. Es ist echt super.

 

Was möchtest du Studierenden noch sagen?

Lukas: Was immer wichtig ist, ist interessiert zu bleiben. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber mich hat die Softwareentwicklung immer interessiert und ich hab dann eben auch privat viele Sachen gemacht. Wenn du interessiert bist, dann wirst du auch deinen Weg machen.

 

Danke Lukas für deine Zeit und das tolle Gespräch.

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