Der erste Eindruck zählt: Eisbrecher für erfolgreiches Networking | Talto

Der erste Eindruck zählt: Eisbrecher für erfolgreiches Networking

Von Patrick Schlauer · Veröffentlicht am 18. Februar 2020

Der berühmte erste Eindruck entsteht nur wenige Sekunden nach der Kontaktaufnahme. Gerade beim Networking kann dieser erste Eindruck entscheidend für das Zustandekommen von Arbeitsverhältnissen oder Geschäftspartnerschaften sein. Ein bisschen Smalltalk reicht allerdings nicht aus, um bei Arbeitgebern, Vorgesetzten oder Recruitern einen überzeugenden ersten Eindruck zu hinterlassen. Gezieltes Networking geht weit über Floskeln à la „Sind Sie öfter hier?“ hinaus. Wir zeigen dir, wie ein gelungener Gesprächseinstieg gelingt und welche Eisbrecherfragen jede frostige Stimmung auftauen.

Networking ist der Zauberschlüssel unserer Zeit, der – richtig eingesetzt – Tür und Tor in der Berufswelt öffnen kann. Wie das Networking-Prinzip funktioniert, haben wir im Talto-Blogpost Networking: So baust du dir dein persönliches Netzwerk auf für dich zusammengefasst. Welche goldenen Regeln du beim Netzwerken beachten solltest, erfährst du hier. In diesem Blogpost werden wir etwas konkreter und widmen uns dem Beginn eines Networking-Gesprächs – einem der wichtigsten Schritte im Networking-Prozess.

Wissenschaft und HR sind sich einig: Bei der Kontaktaufnahme sind die ersten Sekunden – einige Quellen sprechen von sieben Sekunden, andere wiederum nur von Zehntelsekunden – maßgeblich für den Erfolg eines Gesprächs. Deine ersten Worte entscheiden darüber, ob ein inhaltlich wertvolles Gespräch entstehen kann und wie dieses in weiterer Folge verläuft. Du ahnst wahrscheinlich schon, dass sich Floskeln wie „Heute ist es aber kalt draußen!“ oder „Das Buffet ist wirklich lecker!“ nicht in der Hitliste der erfolgreichsten ersten Worte finden. Potentielle Kundinnen und Kunden, Vorgesetzte oder Recruiter wollen sich mit dir nicht über Wetter oder Essen unterhalten. Als jemand, der von ihrem Wissen oder Netzwerk profitieren möchte, musst du etwas zu bieten haben. Und das muss in den ersten Gesprächssekunden deutlich werden, wenn du den Primacy-Effekt für dich nutzen möchtest. Dieses Gedächtnisphänomen besagt, dass die Informationen, die zu Beginn einer Unterhaltung vermittelt wurden, am besten im Gedächtnis bleiben.

Wie sieht ein gelungener Gesprächseinstieg nun also konkret aus?

Gesprächseinstieg done right

Bevor du deine ersten Worte wählst, gilt es zu unterscheiden, ob du dein Networking-Zielobjekt bereits kennst und in ein erneutes Gespräch verwickeln willst oder ob es sich um eine bislang fremde Person handelt, die du gern kennenlernen möchtest. Im ersten Fall solltest du deinem Gegenüber durch deine ersten Worte signalisieren, dass du dich an die letzte Begegnung mit ihr oder ihm erinnerst. Da ihr bei einer Veranstaltung erneut aufeinandertrefft, scheint ihr ein gemeinsames Interesse zu haben. Diese Gemeinsamkeit solltest du zu Beginn eurer Unterhaltung aktiv ansprechen.

Für bereits bekannte Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner eignen sich daher folgende Einstiegsfragen:

  • Wir beide scheinen uns wohl immer dieselben Events auszusuchen. Wie hat Ihnen die heutige Veranstaltung gefallen?
  • Ich hoffe, Sie können sich an mich erinnern. Wir haben uns bei der Veranstaltung/im Meeting … gesehen. Mein Name ist …, ich bin als … tätig.
  • Ich hatte bei unserem letzten Aufeinandertreffen leider nicht die Gelegenheit, Sie nach ihrem Werdegang zu fragen. Das möchte ich heute nachholen.

Wenn du eine Person noch nicht kennst, aber unbedingt ansprechen möchtest, musst du eine andere Eisbrecher-Taktik wählen. Da ihr beide dasselbe Event oder denselben Vortrag besucht, kannst du das Thema der Veranstaltung als Aufhänger für eure Unterhaltung nutzen. Du kannst aber auch direkt mit einer Vorstellung starten und deine Expertise auf einem bestimmten Themengebiet deutlich machen. Wenn du bereits etwas von deinem potentiellen Gegenüber gehört oder gelesen hast, kannst du auch darauf anspielen und dich interessiert zeigen.

So könnten Eisbrecher für neue Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner konkret aussehen:

  • Wie hat Ihnen der Vortrag/das Event gefallen? Ich finde ja, der Speaker/die Moderatorin hat mit seinem/ihrem Statement voll ins Schwarze getroffen.
  • Mein Name ist …. Als … (Beruf) interessiere ich mich sehr für das Thema des heutigen Abends. Was führt Sie hierher?
  • In Ihrem letzten Blogpost schreiben Sie von …. Was hat Sie zu diesem Thema inspiriert?

Natürlich kannst du diese Beispiele je nach Situation verändern und dem jeweiligen Rahmen anpassen. Das Wichtigste ist, dass du stets authentisch bleibst und dich nur in Gesprächssituationen begibst, in denen du dich auch wohlfühlst. 

Du willst dich über potentiell interessante Networking-Partner und Unternehmen informieren oder suchst nach einem Job? Auf unserer Karriereplattform findest du Porträts von renommierten Unternehmen und die besten Jobs für Studierende und junge Talente. 

 

 

 

 

 

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